kreative zwischennutzung

kreative zwischennutzung

KunstGehtBaden, 2019

"legendäre Kunstaktion" (SZ) im stillgelegten Freibad

Die kreative Zwischennutzung von Gebäuden, welche ihrem ursprünglichen Zweck nicht mehr dienen und leer stehen, oder sich wegen Umbau oder Abriss in einem nichtgenutzten Zustand befinden, ist eine Möglichkeit, Kunst in ungewohnter Umgebung zu zeigen.

Bei einer stimmigen Kunstaktion können neben Kunstinteressierten auch Besucher gewonnen werden, für die eine Galerie oder ein Museum eine zu hohe „Hemmschwelle“ bedeutet, und die, durch die Nähe zu oder Interesse an dem bespielten Objekt, eher beiläufig mit Kunst in Kontakt kommen können. Auch die Besitzer von in Frage kommenden Bauwerken profitieren durch deren Aufwertung durch positive Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt werden wir als Kunstschaffende durch solche Orte angeregt, kreativ auf einen spannenden Ort zu reagieren und Arbeiten in einem besonderen Kontext zu zeigen bzw. Arbeiten extra dafür herzustellen.

Manchmal besitzt eine „künstlerische Zwischennutzung“ auch das Potential, zu einem Kunstfestival ausgebaut zu werden, in dem verschiedenste Disziplinen (Installationen, Objekte, Fotografie, Performance, Tanz und Musik…) zusammenkommen, um die Künste in großem Rahmen zu feiern.

Ich möchte drei Beispiele für solche Kunstaktionen nennen, an denen ich in den letzten Jahren als Organisator (KGB), Mitorganisator (KHW) oder Teilnehmer (KfaS) beteiligt war:

 

Kunst Geht Baden (Greifenberg, Mai 2019)

www.kunstgehtbaden.de

Kunst Hält Wache – 75 Jahre Frieden im eigenen Land (Landsberg am Lech, Juni 2020)
Kunst fährt auf Sicht (Herrsching, Juni 2022)
 
 
 

Eine kreative Zwischennutzung zu organisieren ist ebenso freudvoll und spannend wie verantwortungsvoll und aufwändig. Und ein Kunstfest daraus zu machen, dass für alle Beteiligten (Künstler, Besucher, Sponsoren, Besitzer) nicht nur ein Mehrwert bedeutet, sondern im besten Fall auch als beglückendes und euphorisierendes Ereignis noch lange nachwirkt, ist nicht von vorn herein gänzlich planbar. Dennoch gibt es eine Vielzahl an Faktoren, die dafür förderlich sind. Dazu gehört zunächst ein spannendes Gebäude, welches sich eignet, eine Zeit lang durch Kunst verändert und aufgeladen zu werden.

Da ich nach „Kunst Geht Baden“ grundsätzlich Lust hätte, bei geeigneten Bedingungen erneut eine kreative Zwischennutzung zu organisieren, nehme ich gerne Meldungen über mögliche Gebäudekandidaten entgegen.

Axel Wagner, 2023